Tierwohl Schwein Österreich - Strategiepapier des VÖS

"Tierwohl-Schwein-Österreich" - Strategiepapier des VÖS

Wir österreichische Schweinebauern und -bäuerinnen sind 365 Tage im Jahr bemüht, mit großer Sorgfalt hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. In der Tierbetreuung wird auf unseren Familienbetrieben besonderer Wert auf die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Tiere gelegt. Ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit unseren Nutztieren ist ein Grundstein für eine nachhaltige Landwirtschaft.

Wir spüren aber zunehmend, dass neben der Lebensmittelqualität und Leistbarkeit unserer Produkte auch der Wunsch nach mehr Tierwohl in der Schweinehaltung immer größer wird. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, und setzen deshalb eine Vielzahl an Maßnahmen, um mehr Tierwohl in der österreichischen Schweinehaltung umzusetzen!

Das AMA-Gütesiegel wird im Bereich Schweinefleisch mit höheren gesetzlichen Standards aufgewertet und mit klar erkennbaren Tierwohl-Kategorien für mehr Transparenz gesorgt. Durch die Schaffung neuer Vermarktungsstrukturen wollen wir möglichst vielen Landwirten und Landwirtinnen einen Umstieg auf höhere Haltungsstandards ermöglichen, und gleichzeitig faire Aufschläge garantieren. Wir bringen uns gemeinsam mit der Wissenschaft in Forschungsprojekte zur Verbesserung bestehender Systeme ein. Zuletzt setzen wir uns auch für einen Beitrag aus der öffentlichen Hand zur Weiterentwicklung unserer Betriebe ein.

Ich bedanke mich herzlich für Ihr Interesse an unserer Tierwohl-Strategie und freue mich über Ihre Unterstützung der heimischen Landwirtschaft!

Hochachtungsvoll,

ÖkR Walter Lederhilger

Details zu unserem Weg für eine nachhaltige Weiterentwicklung der österreichischen Schweinehaltung finden Sie hier unter Strategiepapier.

Afrikanische Schweinepest - Informationen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine äußerst ansteckende, meist fieberhaft verlaufende Seuche die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. Für andere Tiere oder Menschen stellt sie keine Gesundheitsgefährdung dar. Ein Ausbruch wäre jedoch mit erheblichen Schaden für die heimische Landwirtschaft und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche verbunden. Die Seuchenbekämpfung im Wildschweinebestand ist sehr schwer möglich, durch entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen soll die Einschleppung in Hausschweinebestände verhindert werden.

Bisher gab es noch keine Ausbrüche der ASP in Österreich, weder beim Hausschwein, noch bei Wildschweinen.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) informiert auf der Seite www.verbrauchergesundheit.gv.at umfassend über die ASP. Außerdem hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihrer Homepage Informationen zur ASP aufbereitet. Details zur aktuellen Seuchenlage bzw. zu den Bekämpfungsmaßnahmen und Rechtsgrundlagen sind ebenfalls dort zu finden.

Ein Video für Landwirte bzw. für Jäger dienen zur Information und Bewusstseinsbildung!

Sehen Sie auch dazu die zusammengefassten Informationen im VÖS-Schreiben anlässlich des ASP-Ausbruchs in Tschechien 2017.

Die EFSA hat Strategien für das Management von Wildschweinen in verschiedenen Stadien einer Schweinepestepidemie ermittelt. Um das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu reduzieren, sollten eine intensive Bejagung stattfinden und das Füttern von Wildschweinen unterbleiben. Während einer Epidemie sind Aktivitäten, die zu einer verstärkten Bewegung von Wildschweinen führen könnten, zu vermeiden (z.B. intensive Treibjagden). Weitere Informationen zur Bewertung der EFSA finden Sie hier. Die gesamte EFSA-Bewertung (in Englisch) und weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sind ebenso dort zu finden. 

Schweinegesundheitskommission: Empfehlungen zur Freilandhaltung

Am 26.07.2017 hat die Schweinegesundheitskommission des BMGF eine Empfehlung zur Freilandhaltung von Hausschweinen veröffentlicht. Die in der Schweinegesundheitsverordnung vorgeschriebene bauliche Maßnahme zur Verhinderung eines direkten Kontaktes zwischen Haus- und Wildschweinen wird mit dieser Empfehlung präzisiert und gilt gleichermaßen für Freiland- und Auslaufhaltungen.

Die Empfehlung ist hier zum Download bereitgestellt. In Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest, die derzeit in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze in einer tschechischen Region bei Wildschweinen grassiert, hat diese Empfehlung besondere Relevanz.

Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum

Essen Außer-Haus wird immer beliebter. Dabei ist oft gar nicht erkennbar, woher die Zutaten unserer Mahlzeiten, auch Fleisch und Eier, kommen!

Als Vorbild für die Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln in der Gastronomie gilt die Schweiz. Was aber wollen die heimischen KonsumentInnen? Ist das Schweizer Modell auch auf Österreich übertragbar? Um diesen Fragen nachzugehen veranstaltete der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ), eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Festsaal der Veterinärmedizinischen Universität Wien am 29.November 2017 mit in- und ausländischen ExpertInnen.

Die Leiterin der Marktforschung der Agrarmarkt Austria, Micaela Schantl, informierte über die Ansichten der österreichischen KonsumentInnen zum Stellenwert von Regionalität und Herkunft. Christian Jochum von der Landwirtschaftskammer Österreich analysierte das Schweizer Modell und dessen Umsetzungsmöglichkeit in Österreich. Die Schweizer Vorschriften zur verpflichtender Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie erklärte Judith Deflorin vom Eidgenössischen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Bern. Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass eine Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum auch in Österreich machbar ist, wenn alle Stakeholder-Gruppen eingebunden sind, um einen Konsens zu erreichen.

Ein Kurzvideo mit den Statements der Vortragenden ist auf Youtube abrufbar.

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