EIP Projekt

Nutzung von Gesundheitsdaten zur Verbesserung von Atemwegserkrankungen und Parasitenbefall bei Mastschweinen

Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) wurde ein Projekt zur Verbesserung der Tiergesundheit bei Mastschweinen konzipiert.

Ziel des Projektes ist es, die vorhandenen Gesundheitsdaten von Schweinemastbetrieben besser zu vernetzen und den LandwirtInnen sowie den BetreuungstierärztInnen als Hilfsmittel zur Bewertung des Gesundheitszustandes zur Verfügung zu stellen.

Dazu werden die Informationen aus der Schlachttier- und Fleischuntersuchung (SFU-Befunde) in eine Gesundheitsdatenbank integriert. Derzeit werden die SFU-Befunde in Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit erhoben. Ihre Eignung als Daten für die Bestandbetreuung wird deshalb im Rahmen des Projektes überprüft werden.

Außerdem erfolgt die Entwicklung von „Werkzeugen“ (z.B. in Form von Checklisten, Evaluierungstools oder Webanwendungen) für die Bereiche Biosicherheit, Atemwegserkrankungen und Parasitenbefall. Diese sollen den LandwirtInnen und BetreuungstierärztInnen helfen, Risikofaktoren und Schwachstellen des Betriebes in Hinblick auf mögliche Gesundheitsprobleme (durch Miteinbeziehung der Gesundheitsdaten) zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen vorzuschlagen. Nach der Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen soll die Verbesserung hinsichtlich der Tiergesundheit anhand der Gesundheitsdaten evaluiert werden. Idealerweise kann dadurch auch der Einsatz von Arzneimitteln reduziert werden.

Die Operationelle Gruppe setzt sich aus Landwirten, einem Tierarzt, dem Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS), dem Tiergesundheitsdienst Oberösterreich (OÖ TGD) sowie dem Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten OÖ (VLV) zusammen. Kooperationspartner sind die Veterinärmedizinische Universität Wien sowie die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).

Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes sollen die erzielten Ergebnisse allen Schweinemastbetrieben in Österreich zu Gute kommen.

Untenstehende Grafik zeigt die Struktur des EIP-Projektes.

EIP Abb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.2 b LLogo EU Laender ELER 2015 RGB

Lehrpfad "Moderne Schweinehaltung"

Das Wissen um moderne Nahrungsmittelproduktion ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, Jugendliche und Kinder haben weniger Bezug zu Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln als noch vor einigen Jahrzehnten. Dies trägt dazu bei, dass der Zusammenhang zwischen Tierhaltung und dem fertigen Fleischgericht am Teller aus dem Fokus rückt. Auf der anderen Seite werden die Produktion und der Konsum von Fleisch und Schweinefleisch imBesonderen sowie deren Auswirkungen auf Gesundheit, Umwelt und Ethik diskutiert.

Der Lehrpfad und die dazugehörenden Unterrichtsmaterialien sollen Fakten für diesen Diskurs liefern. Über den landwirtschaftlichen Betrieb hinaus wird die Wertschöpfungskette betrachtet und der Weg des Schweinefleischs vom Bauernhof bis zur Theke nachvollziehbar.

Weiterlesen: Lehrpfad "Moderne Schweinehaltung"

Genomische Zuchtwertschätzung

Im Rahmen eines Projektes des VÖS wird derzeit an der Erfassung von genomischen Informationen gearbeitet. Dabei werden die Reinzuchteber und Sauen bei Edelschwein und Landrasse genotypisiert. Diese genetische Information wird in Beziehung zur Leistung der Tiere gesetzt und soll die Sicherheit der Zuchtwertschätzung und damit den Zuchtfortschritt weiter erhöhen.

Genomische Zuchtwertschätzung auf PIG.AT

Elektronische Ohrmarke

In einem österreichweiten Projekt prüfen wir momentan den Einsatz von elektronischen Ohrmarken.
Als Pilotprojekt entwickelte die EZG Gut Streitdorf mit der Firma Sapro eine Elektronische Ohrmarke, die zu einigen Neuerungen in der Tierkennzeichnung führen soll. Diese elektronische Ohrmarke unterscheidet sich äußerlich kaum von der gewohnten Ohrmarke, enthält aber einen RFID- Chip, der im UHF-Bereich arbeitet (868 MHZ) und mit einem 24-stelligen Code programmiert wird. In diesem Code sind die Länder- und Bundesländernummer sowie die LFBIS-Nummer des Herkunftsbetriebes und eine laufende Nummer enthalten.

Weiterlesen: Elektronische Ohrmarke

Projekt zur Abferkelbucht "Pro- Sau"

Der Kastenstand in der Abferkelbucht sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen. Die 1. Tierhaltungsverordnung wurde daher am 9. März 2012 novelliert, die überarbeitete Verordnung bringt einige Veränderungen mit sich. Die Sauen dürfen in Zukunft nur mehr zeitweise fixiert werden, neue Mindestabmaße der Buchten wurden festgelegt. Da die neue Verordnung eine Forschungs- und Entwicklungsphase für neue Abferkelbuchten vorsieht, wurde das Projekt "Pro-SAU" gestartet.

Weiterlesen: Projekt zur Abferkelbucht "Pro- Sau"