Umfrage: Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen auf schweinehaltenden Betrieben in Österreich

Der VÖS führt im Rahmen des EIP Projektes „Gesunde Mastschweinein Kooperation mit der BOKU Wien (Institut für Nutztierwissenschaften, Ass.Prof. Dr. Christine Leeb ) eine Bachelorarbeit zum Thema Biosicherheit durch. Konkret geht es darum, die Umsetzung von ausgewählten Biosicherheitsmaßnahmen in der heimischen Schweinehaltung, sowie mögliche Hinderungs- und Beweggründe für die Umsetzung oder Nichtumsetzung, zu erfassen.

Dazu haben die Studenten einen Online-Fragebogen entwickelt. Der Link zum Fragebogen: https://www.soscisurvey.de/BiosicherheitSchweine/ . Der Fragebogen steht allen interessierten Schweinebäuerinnen und Schweinebauern bis 01.05.2019 offen. Die Beantwortung dauert in etwa 15 Minuten, Sie bleiben dabei vollkommen anonym.

Ein Ziel der Bachelorarbeit ist es, einen möglichst flächendeckenden und repräsentativen Überblick über den Status-quo der Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen zu bekommen. Die Ergebnisse werden unter anderem in das EIP-Projekt einfließen und wenn gewünscht auch Sie bzw. die VÖS-Mitgliedsorganisationen übermittelt.

Afrikanische Schweinepest - Informationen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine äußerst ansteckende, meist fieberhaft verlaufende Seuche die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. Für andere Tiere oder Menschen stellt sie keine Gesundheitsgefährdung dar. Ein Ausbruch wäre jedoch mit erheblichen Schaden für die heimische Landwirtschaft und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche verbunden. Die Seuchenbekämpfung im Wildschweinebestand ist sehr schwer möglich, durch entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen soll die Einschleppung in Hausschweinebestände verhindert werden.

Bisher gab es noch keine Ausbrüche der ASP in Österreich, weder beim Hausschwein, noch bei Wildschweinen.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) informiert auf der Seite www.verbrauchergesundheit.gv.at umfassend über die ASP. Außerdem hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihrer Homepage Informationen zur ASP aufbereitet. Details zur aktuellen Seuchenlage bzw. zu den Bekämpfungsmaßnahmen und Rechtsgrundlagen sind ebenfalls dort zu finden.

Ein Video für Landwirte bzw. für Jäger dienen zur Information und Bewusstseinsbildung!

Das BMASGK hat ergänzend auch Merkblätter für JägerInnen, Reisende (mehrsprachig) und Forstarbeiter erstellt. Diese Materialien sollen mit dazu beitragen, eine Einschleppung der ASP nach Österreich zu verhindern. Weitere Empfehlungen einer Expertengruppe zu Tierseuchen betreffend die ASP sind hier abrufbar.

Die EFSA hat Strategien für das Management von Wildschweinen in verschiedenen Stadien einer Schweinepestepidemie ermittelt. Um das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu reduzieren, sollten eine intensive Bejagung stattfinden und das Füttern von Wildschweinen unterbleiben. Während einer Epidemie sind Aktivitäten, die zu einer verstärkten Bewegung von Wildschweinen führen könnten, zu vermeiden (z.B. intensive Treibjagden). Weitere Informationen zur Bewertung der EFSA finden Sie hier. Die gesamte EFSA-Bewertung (in Englisch) und weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sind ebenso dort zu finden. 

Schweinegesundheitskommission: Empfehlungen zur Freilandhaltung

Am 26.07.2017 hat die Schweinegesundheitskommission des BMGF eine Empfehlung zur Freilandhaltung von Hausschweinen veröffentlicht. Die in der Schweinegesundheitsverordnung vorgeschriebene bauliche Maßnahme zur Verhinderung eines direkten Kontaktes zwischen Haus- und Wildschweinen wird mit dieser Empfehlung präzisiert und gilt gleichermaßen für Freiland- und Auslaufhaltungen.

Die Empfehlung ist hier zum Download bereitgestellt. In Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest, die derzeit in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze in einer tschechischen Region bei Wildschweinen grassiert, hat diese Empfehlung besondere Relevanz.

Afrikanische Schweinepest in Tschechien: Verordnung des BMGF erlassen

Am 27. Juni 2017 wurde das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) von den Tschechischen Veterinärbehörden darüber informiert, dass in Zlin (Entfernung zur Österreichischen Staatsgrenze ca. 80 km) Afrikanische Schweinepest bei zwei Wildschweinen festgestellt wurde. Die Erhebung der näheren Umstände zum Ausbruch sowie weitergehende Untersuchungen werden derzeit von den Tschechischen Veterinärbehörden durchgeführt. Aufgrund des aktuellen Falles ist allerdings davon auszugehen, dass ASP in der tschechischen Wildschweinpopulation vorkommt.

Aufgrund des ASP-Ausbruches bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik wurde am 28.Juni 2017 vom Bundesministerin Rendi-Wagner eine Verordnung erlassen.

Umfassendere Informationen zu den Geschehnissen und zur Afrikanischen Schweinepest sind in diesem VÖS Infoschreiben verfügbar.

Zusätzliche Informationen sind auf der Homepage des BMGF zu finden.

Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum

Essen Außer-Haus wird immer beliebter. Dabei ist oft gar nicht erkennbar, woher die Zutaten unserer Mahlzeiten, auch Fleisch und Eier, kommen!

Als Vorbild für die Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln in der Gastronomie gilt die Schweiz. Was aber wollen die heimischen KonsumentInnen? Ist das Schweizer Modell auch auf Österreich übertragbar? Um diesen Fragen nachzugehen veranstaltete der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ), eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Festsaal der Veterinärmedizinischen Universität Wien am 29.November 2017 mit in- und ausländischen ExpertInnen.

Die Leiterin der Marktforschung der Agrarmarkt Austria, Micaela Schantl, informierte über die Ansichten der österreichischen KonsumentInnen zum Stellenwert von Regionalität und Herkunft. Christian Jochum von der Landwirtschaftskammer Österreich analysierte das Schweizer Modell und dessen Umsetzungsmöglichkeit in Österreich. Die Schweizer Vorschriften zur verpflichtender Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie erklärte Judith Deflorin vom Eidgenössischen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Bern. Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass eine Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum auch in Österreich machbar ist, wenn alle Stakeholder-Gruppen eingebunden sind, um einen Konsens zu erreichen.

Ein Kurzvideo mit den Statements der Vortragenden ist auf Youtube abrufbar.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok