Afrikanische Schweinepest - Informationen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine äußerst ansteckende, meist fieberhaft verlaufende Seuche die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. Für andere Tiere oder Menschen stellt sie keine Gesundheitsgefährdung dar. Ein Ausbruch wäre jedoch mit erheblichen Schaden für die heimische Landwirtschaft und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche verbunden. Die Seuchenbekämpfung im Wildschweinebestand ist sehr schwer möglich, durch entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen soll die Einschleppung in Hausschweinebestände verhindert werden.

Bisher gab es noch keine Ausbrüche der ASP in Österreich, weder beim Hausschwein, noch bei Wildschweinen.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) informiert auf der Seite www.verbrauchergesundheit.gv.at umfassend über die ASP. Außerdem hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihrer Homepage Informationen zur ASP aufbereitet. Details zur aktuellen Seuchenlage bzw. zu den Bekämpfungsmaßnahmen und Rechtsgrundlagen sind ebenfalls dort zu finden.

Ein Video für Landwirte bzw. für Jäger dienen zur Information und Bewusstseinsbildung!

Das BMASGK hat ergänzend auch Merkblätter für JägerInnen, Reisende (mehrsprachig) und Forstarbeiter erstellt. Diese Materialien sollen mit dazu beitragen, eine Einschleppung der ASP nach Österreich zu verhindern. Weitere Empfehlungen einer Expertengruppe zu Tierseuchen betreffend die ASP sind hier abrufbar.

Schweinegesundheitskommission: Empfehlungen zur Freilandhaltung

Am 26.07.2017 hat die Schweinegesundheitskommission des BMGF eine Empfehlung zur Freilandhaltung von Hausschweinen veröffentlicht. Die in der Schweinegesundheitsverordnung vorgeschriebene bauliche Maßnahme zur Verhinderung eines direkten Kontaktes zwischen Haus- und Wildschweinen wird mit dieser Empfehlung präzisiert und gilt gleichermaßen für Freiland- und Auslaufhaltungen.

Die Empfehlung ist hier zum Download bereitgestellt. In Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest, die derzeit in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze in einer tschechischen Region bei Wildschweinen grassiert, hat diese Empfehlung besondere Relevanz.

Wettbewerb: Projekte zur Stärkung der Wertschöpfung auf den Betrieben und im ländlichen Raum

Das Netzwerk Zukunftsraum Land möchte herausragende Projekte zur Stärkung der Wertschöpfung auf den Betrieben und im ländlichen Raum ermitteln, die durch ihren Beispielscharakter über ihren unmittelbaren Wirkungskreis hinaus Bedeutung haben und eine inspirative Quelle für potenzielle Projektträgerinnen und -träger sein können.

Einreichungen sind in 3 thematischen Kategorien möglich:

  • Lebensmittel: In dieser Kategorie können Projekte eingereicht werden, die sich mit der Steigerung der Wertschöpfung in Produktion und Vertrieb von Lebensmitteln oder mit lebensmittelbezogenen Dienstleistungen befassen.
  • Gesellschaft und Gemeinwohl: In dieser Kategorie sind Sie eingeladen, Projekte einzureichen, die einen Mehrwert für die ländliche Bevölkerung generieren.
  • Tourismus, Gewerbe und Handwerk: Hier sind Projekte gefragt, die neue Wege zur Steigerung von Wertschöpfung und Einkommen in den ländlichen Regionen suchen.

 

Die offizielle Ausschreibung  sowie die Teilnahmebedingungen finden Sie auch auf der Website des Netzwerk Zukunftsraum Land.

Forschungsprojekt Pro-Sau ist abgeschlossen!

Der Kastenstand in der Abferkelbucht sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen. Die 1. Tierhaltungsverordnung wurde daher am 9. März 2012 novelliert, die überarbeitete Verordnung bringt einige Veränderungen mit sich. Die Sauen dürfen in Zukunft nur mehr zeitweise fixiert werden, neue Mindestabmaße der Buchten wurden festgelegt. Da die neue Verordnung eine Forschungs- und Entwicklungsphase für neue Abferkelbuchten vorsah, wurde das Projekt "Pro-SAU" gestartet.

Dieses Forschungsprojekt wurde nun abgeschlossen! Einen Überblick über die im Projekt getesteten Buchten und die Ergebnisse des Projektes finden Sie hier auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Österreich.

Afrikanische Schweinepest in Tschechien: Verordnung des BMGF erlassen

Am 27. Juni 2017 wurde das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) von den Tschechischen Veterinärbehörden darüber informiert, dass in Zlin (Entfernung zur Österreichischen Staatsgrenze ca. 80 km) Afrikanische Schweinepest bei zwei Wildschweinen festgestellt wurde. Die Erhebung der näheren Umstände zum Ausbruch sowie weitergehende Untersuchungen werden derzeit von den Tschechischen Veterinärbehörden durchgeführt. Aufgrund des aktuellen Falles ist allerdings davon auszugehen, dass ASP in der tschechischen Wildschweinpopulation vorkommt.

Aufgrund des ASP-Ausbruches bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik wurde am 28.Juni 2017 vom Bundesministerin Rendi-Wagner eine Verordnung erlassen.

Umfassendere Informationen zu den Geschehnissen und zur Afrikanischen Schweinepest sind in diesem VÖS Infoschreiben verfügbar.

Zusätzliche Informationen sind auf der Homepage des BMGF zu finden.

VÖS Info und Position zur Ferkelkastration

Schon seit Jahren beschäftigt sich der VÖS mit der Ferkelkastration und der Frage nach für Österreich praxistauglichen Alternativen. Nach wie vor zeigt sich, dass diese, auch innerhalb der EU, nicht zu finden sind. Die in den VÖS- Erzeugergemeinschaften organisierten Schweinebauern haben sich 2011 freiwillig zum Schmerzmitteinsatz vor der Kastration bekannt und damit Maßnahmen, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen, gesetzt.

Der Verband Österreichischer Schweinebauern möchte Sie mit dem vorliegenden Infoblatt über die Situation bezüglich der Kastration von Ferkeln in Österreich informieren.

VÖS Infoblatt Ferkelkastration

Weiterführend haben die Verbände, die im VÖS organisiert sind, ein Positionspapier zur Diskussion um die Ferkelkastration verfasst.

VÖS Positionspapier Ferkelkastration

Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum

Essen Außer-Haus wird immer beliebter. Dabei ist oft gar nicht erkennbar, woher die Zutaten unserer Mahlzeiten, auch Fleisch und Eier, kommen!

Als Vorbild für die Kennzeichnung von tierischen Lebensmitteln in der Gastronomie gilt die Schweiz. Was aber wollen die heimischen KonsumentInnen? Ist das Schweizer Modell auch auf Österreich übertragbar? Um diesen Fragen nachzugehen veranstaltete der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ), eine Informations- und Diskussionsveranstaltung im Festsaal der Veterinärmedizinischen Universität Wien am 29.November 2017 mit in- und ausländischen ExpertInnen.

Die Leiterin der Marktforschung der Agrarmarkt Austria, Micaela Schantl, informierte über die Ansichten der österreichischen KonsumentInnen zum Stellenwert von Regionalität und Herkunft. Christian Jochum von der Landwirtschaftskammer Österreich analysierte das Schweizer Modell und dessen Umsetzungsmöglichkeit in Österreich. Die Schweizer Vorschriften zur verpflichtender Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie erklärte Judith Deflorin vom Eidgenössischen Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Bern. Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass eine Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus Konsum auch in Österreich machbar ist, wenn alle Stakeholder-Gruppen eingebunden sind, um einen Konsens zu erreichen.

Ein Kurzvideo mit den Statements der Vortragenden ist auf Youtube abrufbar.

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